Schnelle Hilfe für Selbständige, Gewerbetreibende,
ehemals Selbständige, Verbraucher

Wer die Spur nicht wechselt, hat keine Chance zum Überholen.

(Chinesisches Sprichwort)

Die Anmeldung zum Privatinsolvenzverfahren kann von jeder natürlichen Person vorgenommen werden, vorausgesetzt, dass sie noch niemals zuvor eine selbstständige Tätigkeit ausgeübt hat. Auch die Anzahl der Gläubiger spielt dabei keine Rolle.

Natürliche Personen sind z. B.: Arbeitnehmer, Beamte, Arbeitslose, Rentner, Hausfrauen, ALG II - Empfänger.

Sollten Sie früher eine Selbstständigkeit ausgeübt haben, dürfen Sie nicht mehr als 19 Gläubiger vorweisen. Darüber hinaus dürfen keinerlei Schulden aus Arbeitsverhältnissen (z. B. ausstehende Löhne und Gehälter) bestehen.

Für Selbstständige und z. T. ehemals Selbstständige, welche die o. g. Voraussetzungen nicht erfüllen, kommt ausschließlich das Regelinsolvenzverfahren in Frage. ( mehr über das Regelinsolvenzverfahren)

Welche Voraussetzungen müssen für eine Verbraucherinsolvenz gegeben sein?

Bevor ein Verbraucherinsolvenzverfahren beantragt und eröffnet werden kann, müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein. Eine Zahlungsunfähigkeit droht, Sie sind zahlungsunfähig oder Sie sind bereits überschuldet.

Der gesetzlich vorgeschriebene Versuch einer außergerichtlichen Schuldenbereinigung mit den Gläubigern war nicht erfolgreich.

Wie läuft das Verbraucherinsolvenzverfahren ab?

Im ersten Schritt wird versucht, eine außergerichtliche Einigung zu erreichen. Hierzu wird ein s. g.  außergerichtlicher Schuldenbereinigungsplan erstellt. Diesem müssen alle Gläubiger zustimmen. In aller Regel müssen die Gläubiger hier auf Forderungen gegenüber dem Schuldner verzichten. Es reicht, dass nur ein Gläubiger nicht zustimmt, damit die außergerichtliche Einigung scheitert.

Das Scheitern einer außergerichtlichen Einigung muss sich der Schuldner nach § 305 InsO bescheinigen lassen, welches nur von einer staatlich anerkannten Beratungsstelle, wie z. B. von unserer Schuldner Beratungsstelle oder durch einen Rechtsanwalt erfolgen darf.

Der Schuldner ist nun berechtigt, ein Verbraucherinsolvenzverfahren zu beantragen.

Gerichtlicher Einigungsversuch und das vereinfachte Insolvenzverfahren

Der gerichtliche Einigungsversuch wird nur durchgeführt, wenn dem Gericht glaubhaft gemacht werden kann, dass der Versuch Aussicht auf Erfolg hat. So wird zum Bsp. erwartet, dass mindestens die Hälfte der Gläubiger nach Summen und Köpfen entweder zustimmt oder nicht reagieren werden. Das Ausbleiben einer Reaktion gilt für das Gericht als Zustimmung.

Eröffnung des Privatinsolvenzverfahrens und die Wohlverhaltensphase

Das Gericht beauftragt einen Treuhänder und überwacht das Insolvenzverfahren. Nach Aufhebung des Insolvenzverfahrens beginnt die Wohlverhaltensphase.

  • Restschuldbefreiung nach 3 Jahren
    Sie haben von 35 % der Schulden getilgt, sowie die Verfahrenskosten beglichen.
  • Restschuldbefreiung nach 5 Jahren
    Durch den Ausgleich der Verfahrenskosten.
  • Restschuldbefreiung nach 6 Jahren
    Unabhängig von der Schuldenbegleichung sowie der Begleichung der Verfahrenskosten.

In der Wohlverhaltensphase muss der Schuldner den pfändbaren Anteil (laut Pfändungstabelle) seines Einkommens an seinen Treuhänder abführen und nach § 295 InsO besondere Obliegenheiten (Pflichten) erfüllen.

Als erste Verpflichtung ist zu nennen, dass der Schuldner jede zumutbare Arbeit (§ 10 SGB II Zumutbarkeit), soweit ihm dies gesundheitlich und körperlich möglich ist, anzunehmen hat oder sich darum ernsthaft bemühen muss.

Zahlungen sind ausschließlich an den Treuhänder und niemals an einen seiner Gläubiger zu richten.

Alle Änderungen Ihrer Verhältnisse, sei es ein Umzug, der Arbeitsplatzwechsel oder eine Erbschaft, kurzum Sie müssen Ihrem Treuhänder alles melden, was sich an Ihrer Lebenssituation und Ihrer Finanzsituation ändert. Kommen Sie diesen Verpflichtungen nicht nach, dann kann die Restschuldbefreiung versagt werden. Das Verfahren wäre also umsonst.


Obliegenheiten Übersicht

  • Erwerbsobliegenheit
    Der Schuldner ist verpflichtet, eine ihm zumutbare und angemessene Beschäftigung auszuüben oder sich darum zu bemühen.
  • Abgabe einer Erbschaft während der Privatinsolvenz
    Erbschaften während des Privatinsolvenzverfahrens sind je nach Stand des Verfahrens zu 100% oder 50% an den Treuhänder abzuführen. Laufendes Insolvenzverfahren = 100% - Wohlverhaltensphase = 50%
  • Anzeige eines Wohnsitzwechsels
    Wohnsitzwechsel sind dem Treuhänder unbedingt immer und rechtzeitig zu melden.
  • Anzeige eines Arbeitswechsels
    Arbeitswechsel sind dem Treuhänder unbedingt immer und rechtzeitig zu melden.

Wann erhält man die Restschuldbefreiung?

Nachdem die Wohlverhaltensphase mit Erfolg beendet wurde, wird das Gericht in aller Regel per Beschluss die Restschuldbefreiung aussprechen.

Aber Achtung, dies gilt nur für Forderungen, welche vor Eröffnung des Verfahrens bestanden haben. Neue Forderungen, die nach Eröffnung des Verfahrens entstanden sind, sind ebenso wenig in der Restschuldbefreiung eingeschlossen, wie Bußgelder, Geldstrafen, oder durch unerlaubte Handlungen entstandene Verbindlichkeiten.

Ab jetzt sind Sie schuldenfrei und Ihnen obliegt wieder die Handlungsfreiheit über Ihr komplettes Einkommen.


Verbraucherinsolvenz - Gut zu wissen

Nach außen hin sieht die Abwicklung einer Privatinsolvenz für manche kinderleicht aus. Aber Vorsicht hier lauern viele Fallstricke. Wie so vieles in unserer deutschen Bürokratie erfordert es viel Wissen und eine Menge schriftliche Kommunikation zur erfolgreichen Abwicklung des Insolvenzverfahrens. Der Antrag muss ohne Wenn und Aber sehr sorgfältig ausgefüllt werden. Hier muß wirklich alles angegeben und nichts „vergessen“ werden.

Achtung bei der Ausstellung der Bescheinigung nach § 305 InsO

An diese Stelle möchten wir nochmals betonen, dass das Scheitern des Versuchs einer außergerichtlichen Schuldenbereinigung, bescheinigt werden muss. Diese Bescheinigung darf grundsätzlich nur von einer geeigneten Person oder Stelle im Sinne von § 305 Abs. 1 Nr. 1 der Insolvenzordnung (InsO) ausgestellt werden. Von Beratern und Beratungsstellen, die diese Genehmigung nicht vorweisen können, sollten Sie Abstand halten, da es sich hier höchstwahrscheinlich um unseriöse Personen handelt, die nur auf Abzocke aus sind.

Gehen Sie von Anfang an sicher und nehmen Sie unsere professionelle Hilfe in Anspruch, denn nur so können Sie sichergehen, dass alles von Beginn an zu Ihren Gunsten und nicht im Sand verläuft.


Die Schulden sind Ihnen über den Kopf gewachsen? Sie wissen nicht mehr weiter?

Nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Lassen Sie sich die vielfältigen Möglichkeiten der Entschuldung von Ihrem persönlichen Schuldnerberater zeigen. Wir helfen Ihnen schnell, kompetent und diskret.

Kann ich eine Verbraucherinsolvenz vermeiden?

Eine Verbraucherinsolvenz oder Regelinsolvenz muss nicht immer sein.
In sehr vielen Fällen kann eine aussergerichtliche Einigung erzielt werden, eine drohende Insolvenz somit abgewendet werden.

 

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Sie werden erstaunt sein, wieviele Möglichkeiten es gibt, von den Schulden los zu kommen.

 

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